Mein Blick zählt Verletzungen und Vertrauensbrüche. Er zählt Lügen und wie oft ein Schweigen als Waffe eingesetzt wurde. Doch mein Blick zählt nichts in dieser Welt.

Mein Blick zählt so lange, bis mein System zusammenbricht und sich hingibt in die Welt aus Halbgarheiten. Meine Stimme versagt, oder filtert. Wird Waffe, wenn sie schweigt. Denn meine Stimme zählt nicht.

Mein Blick geht durch Wände und Raum und Zeit. Nach innen und parallel zu uns.

Mein Blick überschaut das Spielfeld, das Papier, den Boden. Ist offen. Bedingungslos. Zählt Schritte und Züge und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, denn Bäume zählt man nicht, man sieht nur Wald.

Mein Blick erhebt sich aus heiligem Boden, aus Sonnenzentrum und geht durchs Herz, stockt dann im Hals. Bedankt sich für den Schutz und stellt sich dann selbst in Frage.

Bin ja nur ich.

Ist ja nur eine Perspektive.

Vielleicht nur Opfergeschichte.

Nicht mehr Blick.

Nur noch Zweifel.

So zerbricht das Licht, wenn es ins Auge fällt, statt Blick zu bleiben

Wird es

Wird es?

Mein Blick ist Fragezeichen und malt die Schlange über die Kugel.

Mein Blick malt, damit die Welt Sinn ergibt.

Endlich. Nur für mich.

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