Du musst gar nichts. Dein Wohlbefinden als Sternenmama braucht keine Schablone oder Checkliste. Tu und lasse, was dir gut tut. Wenn ich dir nun einige Ideen an die Hand gebe, schreibe ich sie in Liebe und im Wissen darüber, dass sie für dich nicht alle passen mögen. Ich schreibe sie aber auch aus dem tiefen Wunsch heraus, mich selbst in Zukunft immer wieder an diese Möglichkeiten zu erinnern.

Wellness ist ein Begriff, den ich früher mit Spa-Ausflügen und Quark im Gesicht verband. Heute empfinde ich Wohlsein tiefer, so viel tiefer. Ich liebe es immer noch, einen Tag in der Saunalandschaft zu verbringen. Doch erst jetzt, wo ich meine Trauer als einen Teil von mir angenommen habe und sie überall hin mitnehmen darf, kann ich Wohlsein wirklich genießen. Trauer hat viele Gesichter und kommt in Wellen. Sie darf sich verwandeln.

Nähere dich der Idee, dass die Trauer für immer ist.

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt, zu trauern. Du kannst immer damit beginnen, dir Freiräume für dich und deine Trauer zu schaffen.
Vielleicht brauchst du für diesen Schritt eine innere Erlaubnis oder einen äußeren Ausdruck. Deine Trauer kann sich wie ein Teil von dir anfühlen, oder untrennbar mit deinem Baby verbunden sein. Ich weiß nur eines, und das ist universell, mit allem im Leben: Wenn wir etwas verdrängen, konservieren wir es. Das heißt auch, dass verleugnete oder forcierte Trauer immer in ihrem Zustand bleiben wird. Trauer, die für immer da sein darf, verwandelt sich tatsächlich. Wir verändern uns ja auch und sind immer da.

Du bist Mama ohne (dieses) Kind.

Frage deine innere Mama: „Was brauchst du jetzt von mir?“, oder etwas sanfter: „Gibt es etwas, das du dir wünschst?“
Vielleicht fühlt sie sich fehl am Platz, möchte sich am liebsten in Luft auflösen und denkt, sie hat keinen Platz in deinem Leben. Wir alle geben den Sternenmamas unter uns ja kaum Raum. Das Thema kommt nur in akuten Fällen hoch und ist selbst dann sensibel. Meist entstehen Gespräche nur im Kreise anderer Sterneneltern.
Sei du für sie da. Einen Abend, einen Tag lang. So, wie es dir möglich ist.

Rituale fehlen allen Frauen

Nicht nur Sternenmamas fehlt die Verbundenheit zu ihrer Weiblichkeit, der Halt eines Frauenkreises, die Nutzung der verschiedenen Zyklusphasen und Magie. Aber uns Sternenmamas fehlt sie besonders. Denn wir müssen nicht nur wieder in Frieden mit unserem Körper gelangen (wobei wir dies vielleicht noch nie waren), sondern wir trauern auch um ein Baby, das in uns gelebt hat. Mehr noch: Mit dem Verlust eines Kindes kommen Ahnenthemen zum Vorschein, die Generationen vor uns weggedrückt haben.

Wie gestalten wir Rituale?
Es reicht schon, dich deiner Sehnsucht nach weiblicher Verbundenheit zu öffnen. Dir werden automatisch die richtigen Menschen begegnen, ebenso wie Bücher, Podcasts und andere Medien zum Thema. Traue dich, deiner Neugier zu folgen.

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