Es ist verführerisch, einfach drauflos zu schreiben – und im ersten Schritt allemal die beste Vorgehensweise. Doch was kommt dann? Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, das gilt auch für die Auswahl der richtigen Textform.

Du hast viele Möglichkeiten, dein Produkt oder Unternehmen der Welt zu präsentieren. Über Texte erreichen wir LeserInnen an unterschiedlichen Orten, zu verschiedenen Tageszeiten, in ständig wechselnden Situationen. Daher ist es gut, die Rahmenbedingungen eines Textes anzupassen, um die eigene Botschaft optimal zu kommunizieren.

Braucht es eine eher nüchterne oder lieber eine emotionale Ansprache? Von der Pressemitteilung über den Beitrag im Fachmagazin bis hin zum Blogartikel können wir uns der ganzen Bandbreite bedienen.

Soll es knapp und präzise oder lieber etwas informativer und reichhaltiger sein? In den sozialen Netzwerken oder per Newsletter können Inhalte angeteasert werden, auf der Website geht es dann für die LeserInnen ans Eingemachte. Eine noch intensivere Vermittlung von Informationen erreichen wir über Unternehmensbroschüren, E-Books und ähnliche Formate.

Alle diese Texte kannst du direkt bei mir in Auftrag geben. Ich helfe dir auch, deine Entwürfe feinzuschleifen, so dass deine KundInnen ihnen nicht länger widerstehen können.

Erste Sünde: Alles nur geklaut

Dieser Rat gilt ausnahmslos für alle Textformen: Kopiere niemals, unter keinen Umständen, irgendwelchen Content.

Neben dem ethischen Gebot, kein geistiges Eigentum zu stehlen, gibt es einen ganz praktischen Grund: Im Netz werden Seiten kategorisch dafür bestraft, wenn sie Inhalte zum zweiten (oder der SEO-Gott bewahre, zum wiederholten) Male aufführen.

Auch wenn es sich um deinen eigenen kopierten Text handelt, ist das Vervielfältigen eine schlechte Idee: Der Algorithmus der Suchmaschinen stuft dich in den Ergebnissen aufgrund deiner „Spam-Taktik“ gnadenlos herunter. Unwissenheit schützt hier nicht vor Strafe.

Auch LeserInnen schätzen es nicht, wenn sich Abschnitte oder ganze Seiten wiederholen. Es gibt viele gute Wege, ähnlichen Content zu präsentieren oder leichte Unterschiede ansprechend darzustellen.

Zweite Sünde: Halte nicht um jeden Preis an der gewählten Form fest

Klammern ist uncool. Und doch tun wir es immer wieder, wenn unser Herz dran hängt.

Wenn du noch keine genaue Vorstellung von deiner Zielgruppe oder wenig Erfahrung mit einer bestimmten Textform hast, hol dir eine zweite Meinung, bevor du mit deinem ersten Entwurf an die Öffentlichkeit gehst.

Oft lohnt sich das Umschreiben auf eine andere Textform – dann wird aus einer nichtssagenden Pressemitteilung vielleicht ein unterhaltsamer Blogartikel oder aus einem bisher notdürftigen Website-Text ein Fachartikel mit großer Reichweite genau in deiner Nische.

Dritte Sünde: Texte deine LeserInnen nicht tot

Es ist verlockend, viel zu präsentieren. Lange Texte versprechen umfangreiches Wissen und wertvolle Informationen, ziehen deshalb aber leider nicht unbedingt deine Zielgruppe an.

Manchmal schreiben wir, um herauszufinden, was wir eigentlich sagen wollen. Das ist sehr wertvoll, wenn du dich selbst mit deinem Produkt oder Unternehmen auseinandersetzen möchtest. Sobald wir die Texte in Form bringen und einer Leserschaft zugängig machen, sollten allerdings Wiederholungen kaltherzig gestrichen werden. Geh davon aus, dass deine LeserInnen mindestens so intelligent sind wie du – und dass sie wenig Zeit haben.

-> Die Güte eines Textes spiegelt sich nicht in seiner Länge wider. Der Zeitaufwand übrigens ebenso wenig.

Vierte Sünde: Zu schnell vorbei

Nach dem Plädoyer für knackige Texte kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt auch zu kurze Textformen.

Besonders im wissenschaftlichen Bereich hängt die Anerkennung des Expertenstatus von der Erfüllung gewisser Kriterien ab. Fachmedien und Verlage arbeiten mit strengen Mindestvorgaben, so sollten vor dem Einsenden von Expertenbeiträgen auf eigene Initiative unbedingt die Rahmenbedingungen recherchiert werden.

Eine Pressemitteilung hat bessere Chancen auf journalistische Verwertung, je mehr Inhalt zur Verfügung steht – vorausgesetzt, er bietet wirklich einen Mehrwert.

Schließlich begünstigen bestimmte Medien ausführlichen Content bei der Anzeige. Die soziale Plattform Instagram zum Beispiel lässt keine externen Links in ihren Texten zu (um die LeserInnen in der Anwendung im Flow zu halten). Es gibt zwar die Möglichkeit einer Verlinkung über das eigene Profil, aber auch dies unterbricht den Scroll- und Lesefluss. Unter den geposteten Fotos sollten AutorInnen daher am besten gleich qualitativ hochwertige Texte einpflegen.

Fünfte Sünde: Versende deine Texte nicht zu früh

Textformen, die auf den Versand ausgelegt sind, sollten unbedingt sorgfältig geprüft werden. Stell dir vor, du erhältst einen Newsletter. Grundsätzlich interessiert dich das Produkt oder die Marke. Frag dich einen Moment selbst: Was muss passieren, damit du dir die Zeit zum Lesen nimmst?

Am besten sprichst du deine AbonnentInnen persönlich an. Es kann deinem Image empfindlich schaden, wenn sich hier der Fehlerteufel einschleicht – korrigieren geht nun nicht mehr. Es ist wie ein erster Eindruck, für den es keine zweite Chance gibt. Abhilfe schafft die Sammlung zuverlässiger Abonnentendaten, damit es keine peinlichen Verwechslungen gibt – und auch das abschließende Korrektorat ist ein Muss.

Sechste Sünde: Sprich nicht mit falscher Zunge

Der Text ist fertig, du bist inhaltlich zufrieden, nun geht es an die Veröffentlichung. Doch wähle dein Portal sorgfältig.

Die professionelle Vernetzung auf XING, LinkedIN und co. hilft, die gewünschten LeserInnen für deinen Text zu finden – vorausgesetzt, du verwendest die richtige Sprache. Englische Texte stoßen bei XING mit dem Fokus auf die DACH-Region selten auf Gegenliebe, umgekehrt funktioniert ein deutscher Text auf LinkedIN in der richtigen Gruppe (!) durchaus. Hashtags in der gewählten Sprache übernehmen auf vielen sozialen Netzwerken die Vorauswahl.

Siebte Sünde: Gar kein Text

„Entscheide lieber ungefähr richtig als genau falsch“

Johann Wolfgang von Goethe

Bei allen bisher genannten Gefahren ist die schlimmste doch am Ende die, aus lauter Sorge um die richtige Textform gar nicht erst anzufangen. Schließlich kommt es darauf an, eine Verbindung zu den Menschen herzustellen, denen du dein Produkt zeigen oder mit deiner Dienstleistung helfen möchtest.

Schreibe mir gern eine E-Mail, um mehr über die für dich am besten geeigneten Textformen zu erfahren.